Jetzt gegen Grippe impfen lassen!

Asthmatiker und Patienten mit Herzschwäche sind besonders gefährdet, doch auch Kleinkinder, Senioren, Schwangere und Immungeschwächte sollten sich für die aktuelle Grippewelle mit einer Impfung wappnen.


Die ersten Todesfälle sind bereits zu beklagen, eine dreistellige Zahl von Erkrankten wurde Anfang November vermeldet: Die Grippewelle 2017/2018 hat Deutschland erreicht. Zwar droht nach bisherigem Stand keine außergewöhnliche Epidemie – wie sie beispielsweise gerade in Australien gewütet hat –, doch auch die „normale“ Grippewelle gefährdet zahlreiche Menschen. Und zwar keineswegs nur Senioren mit geschwächtem Immunsystem.

„Influenza ist keine harmlose Erkrankung. Zwar bleiben die Auswirkungen bei den meisten Menschen auf Fieber, Schüttelfrost, Reizhusten sowie Kopf- und Gliederschmerzen beschränkt. Doch wie die wiederkehrenden Todesfälle zeigen, muss es dabei nicht bleiben“, warnt der Internist und Herzmediziner Dr. Frank Beekmann, der im Ambulanten Zentrum in Berlin-Friedrichshain praktiziert. „Die erste alltägliche Maßnahme, mit der man vorsorgen kann, ist häufiges Händewaschen. Weit besseren Schutz erhält man jedoch mit einer Grippeimpfung, die das Infektionsrisiko deutlich senkt und gegebenenfalls für einen milderen Verlauf sorgt.“

Wer sollte sich impfen lassen?

Zu den Risikogruppen, denen das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Grippeimpfung empfiehlt, zählen alle Menschen ab 60 Jahren, die Bewohner von Alters- und Pflegeheimen und Schwangere ab dem zweiten Trimenon. Verschiedene Grunderkrankungen legen ebenfalls eine Impfung nahe: Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzschwäche, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Nieren- und Leberleiden, HIV, chronische neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Immundefizienz oder -suppression. Naheliegend ist eine Grippeimpfung zudem für Menschen, die häufig mit anderen in Berührung kommen, und für Betreuungspersonen von Risikopatienten.

Insbesondere Asthmapatienten tun gut daran, sich mit einer Impfung zu schützen, wie die Deutsche Lungenstiftung betont. Denn bei einer Infektion drohen sehr schwere Asthmaanfälle. Überdies ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente sehr wichtig, da sonst das Ansteckungsrisiko steigt.

Wer unsicher ist, ob er bzw. sie zu den Risikogruppen gehört und ob eine Grippeimpfung sinnvoll wäre, sollte ärztlichen Rat einholen. Das Gleiche gilt für Fragen zu möglichen Kontraindikationen, also Erkrankungen, die das Risiko von Komplikationen infolge einer Impfung erhöhen könnten.